Pfarreiengemeinschaft Südhöhen St. ChristophorusSt. Christophorus Hl. EwaldeHl. Ewalde St. HedwigSt. Hedwig St. JosephSt. Joseph
  Katholisches Familienzentrum Katholisches Familienzentrum auf den Südhöhen

Konzepte

Pastoralkonzept

Die Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft basiert auf dem Pastoralkonzept, das von dem Mitarbeiter-Team der Pfarreiengemeinschaft formuliert worden ist.

Zwölf Sätze zur Charismen-Orientierung in der Pfarreiengemeinschaft Südhöhen

Gaben_LogoDas Mitarbeiter-Team hat sich bei der Erstellung des Pastoralkonzepts leiten lassen von Paulus und dem 12. Kapitel seines 1. Briefes an die Gemeinde in Korinth. Dieser beschreibt eine Gemeinde als die Gemeinschaft von Menschen, die einander völlig ebenbürtig sind an Würde und Rang und die einander ergänzen mit dem, was jeder und jede mitbringt. Daraus resultierten die "Zwölf Sätze zur Charismen-Orientierung".

Kirchorte vernetzen und entwickeln

Das Experiment der Katholiken auf den Südhöhen

Zweifelsohne verändern sich gegenwärtig unsere Kirchen erheblich. Was die katholische Kirche als Institution betrifft, sind im Zuge dieses Wandels die bisher vertrauten Pfarrgemeinden des Erzbistums Köln in jeweils größeren Pfarrverbänden zusammengefasst worden. Ein Pfarrer ist nun als Leiter für mehrere Gemeinden zuständig – unterstützt durch weitere (wenige) Geistliche, Pastoral- und GemeindereferentInnen. Der vertrauten Pfarrgemeinde ‘vor Ort‘ droht infolgedessen eine erhebliche Minderung ihres Profils, im ungünstigen Fall verliert sie auf Dauer beträchtlich an Relevanz und Eigenständigkeit. Gibt es angesichts dieser prekären Situation Möglichkeiten, dieser Entwicklung zu begegnen oder gar Neues zu entwickeln?

Ich denke schon. Die vier katholischen Gemeinden auf den Südhöhen befinden sich auf solch‘ einen Weg. Gestützt auf ihr gemeinsam erarbeitetes Pastoralkonzept (2009) haben sich die Verantwortlichen verpflichtet, die Beteiligung aller Gemeindemitglieder zu stärken und – entgegen dem Trend – möglichst dezentral, also kirchort-orientiert zu handeln.

Die Orientierung an Charismen –
der Kern des Pastoralkonzepts

Im Zentrum aller Bemühungen steht dabei die Orientierung an Charismen – nach 1 Kor 12 verstanden als uns gegebene Fähigkeiten, die der Geist Gottes schenkt. Für das Leben in der Gemeinde wird mit diesem Ansatz ein Wendepunkt gesetzt: Realistisch und zielorientiert zugleich wird danach gefragt, wie die in den Gemeinden real vorhandenen Charismen zum Wohle aller eingesetzt werden können. „Die Aufgaben (in den Gemeinden, ergänzt durch J. B.) werden erst in einem zweiten Schritt den Gaben zugeordnet“ – so der ehemalige Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden im Vorwort zu einem „Materialheft“, das ausführlich zur Orientierung an Charismen hinführt.

Es ist gewiss ein Zeichen der Hoffnung, dass die Pfarreiengemeinschaft auf den Wuppertaler Südhöhen dieses Konzept in ihrem Pastoralkonzept aufgegriffen hat und daraufhin von der Diözese Köln als eine von neun Experiment-Gemeinden ausgewählt worden ist. Unter dem Stichwort „Kirchorte vernetzen und entwickeln“ sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

  • Wie werden Schwerpunkte und Impulse so ausgestaltet, dass kirchliches Leben vor Ort gelingt und Zukunft hat?
  • Welche zentralen und dezentralen Initiativen und Verantwortlichkeiten begünstigen konkret die Vernetzung und Entwicklung innerhalb der Pfarreiengemeinschaft?

Die hauptamtlich Tätigen und die in verschiedene Gremien Gewählten haben in diesem Sinne begonnen, ihr eigenen Charismen durch eine Selbstbefragung und zusätzlich eingeholte Fremdbeurteilungen zu entdecken, einander vorzustellen und gemeinsam zu erörtern. Übrigens – Grundlage für die Entdeckung der Charismen war das folgende Buch, dessen Autoren als Gemeindepfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Lörrach tätig sind (Andreas und Silke Obenauer: Ich bin dabei … Gaben entdecken. Akzente setzen. Welt gestalten. Asslar: Gerth-Medien 2011)

Eine neue Gremienstruktur als Rahmen für die Vernetzung und Entwicklung von Kirchorten

Gestärkt wird dieser Prozess (Orientierung an Charismen) durch eine Ergänzung und dichtere Vernetzung bisher vertrauter Gremien. Unterstützt durch Mitarbeiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche der Diözese Köln hat die Pfarreiengemeinschaft eine neue, tragfähige Gremienstruktur entwickelt: Jede Pfarrei hat einen Gemeinderat (9 bis 20 Mitglieder) gewählt, der die für den einzelnen Kirchort aktuell anfallenden Aufgaben löst. Darüber hinaus bilden alle gewählten Mitglieder der vier Gemeinderäte den Pfarrgemeinderat mit insgesamt über 50 Mitgliedern, der Vorhaben koordiniert und Perspektiven zu entwickeln vermag. Zwischen beiden Gremien vermittelt das Koordinationsteam; ihm gehören das Seelsorgeteam sowie je zwei Vertreter aus den Pfarreien an (insgesamt 14 Mitglieder). Grafisch lässt sich das Zusammenspiel mit seinen Vernetzungen so andeuten (hier Grafik von Rainer Kramm):

Gremien

Was bedeutet die beschriebene Entwicklung
für die Ökumene?

Das Pastoralkonzept der Pfarreiengemeinschaft strebt ausdrücklich die „Offenheit für Ökumene“ an. Resümierend heißt es in diesem Dokument dazu: „Wir wollen das Gemeinsame mit unseren evangelischen Glaubensgeschwistern engagiert(er) suchen, leben und feiern und das Trennende beherzt überwinden.“

Jürgen Baurmann

Prävention

Prävention sexualisierte Gewalt